Weichen und Kreuzungen • • • Weichen Stellsysteme Blatt: 319-02 DIN VDE 0831 bzw. DIN VDE 0832 DIN V 19250 / 19251 Mü8004 4. Anforderungsklassen In der VDV - Schrift 331 und der DIN V 19250 / 19251 sind abgestufte Sicherheitsanforderungen u. a. für Stellsysteme festgelegt. Unter Berücksichtigung betrieblicher und technischer Belange werden sogenannte Anforderungsklassen (AK) zugeordnet. Für Weichenstellsysteme kann zusammengefasst werden: • • • AK 4: Fahren auf Sicht mit Geschwindigkeiten kleiner gleich 15 km/h AK 6: Fahren auf Sicht mit Geschwindigkeiten größer 15 km/h AK 7: für Zugsicherungsanlagen 5. Manuelle und elektrische Stellsysteme Abhängig von den betrieblichen Anforderungen sind folgende Varianten für Stellsysteme zu unterscheiden: • • manuelle Weichenstellvorrichtungen elektrische Weichenstellvorrichtungen Weiterhin wird unterschieden, ob die Weiche von der spitzen bzw. der stumpfen Seite befahren werden kann. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Betrieb als Umstell- bzw. Rückfallfunktion (d. h. stetiger Rückfall der Weichenzungen beim Stumpfbefahren in die Vorzugsrichtung für das Spitzbefahren). Während manuelle Weichenstellvorrichtungen vor Ort von Hand umzustellen sind, können elektrische Weichenstellvorrichtungen mittels Weichensteuerung fernbedient verfahren werden. Einsatzgebiete für manuelle Weichenstellvorrichtungen: • • • wenig befahrene Weichen Streckenkreuzungen und eingleisige Strecken, insbesondere bei Stumpfbefahrungen im gesamten Streckennetz bei geforderter Rückfallfunktion Einsatzgebiete für elektrische Weichenstellvorrichtungen: • • hochfrequentierte Weichen im gesamten Streckennetz Weichen, die beim Spitzbefahren mit Geschwindigkeiten v ? 15 km/h befahren werden ohne Maßstab/Prinzipskizze Ausgabe 08 / 10 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik