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Weichen und Kreuzungen Weichen Weichenhauptteile Blatt: 317-18 Rückfallweichen mit Rückholfeder Allgemeines: Rückholfedern werden bei Weichen verwendet, die im Zugverkehr oder auch bei Rangierfahrten regelmäßig aufgefahren werden und nach Durchfahrt des Zuges oder der Rangierabteilung selbsttätig wieder in die Grundstellung zurückgehen. Solche Weichen sind vielfach auf Neben- und Industriebahnen eingebaut, damit die Energie- und Zeitverluste vermieden werden, die bei einer Weichenbedienung durch das Zugpersonal entstehen würden. Rückfallweichen werden in ihrer für den normalen Zug- und Rangierverkehr benutzten Endlage (z. B. bei Einfahrten) durch die Rückholfeder mit einer definierten Kraft festgehalten. Sie dürfen deshalb mit höherer Geschwindigkeit befahren werden. Soll eine Rückfallweiche in der anderen Endlage (z. B. bei Ausfahrten) stumpf befahren werden, so wird sie durch Auffahren in diese Lage bewegt. Anschließend fällt sie selbsttätig in ihre Ausgangslage zurück. Bei den im Bereich der Deutschen Bahn verwendeten Rückfallweichen sind Auffahrgeschwindigkeiten bis zu 40 km/h zugelassen. Bild 1 zeigt die schematische Lageskizze eines einfachen Kreuzungspunktes mit zwei Rückfallweichen. Das ordnungsgemäße Bestehen der richtigen, in der Lageskizze durch einen stark gezeichneten Strang besonders gekennzeichneten Endlage wird im Schutzabstand vor jeder der beiden Weichen von einem Deckungssignal angezeigt. Durch einen Zungenprüfkontakt kann das Deckungssignal unmittelbar gesteuert werden. Es ist auch möglich, Rückfallweichen in einer Fahrstraße zu überwachen. Auch im Bereich von Straßen- oder Werkbahnen lässt sich der Signal- und Betriebsdienst durch Rückfallweichen rationalisieren. Beim Betrieb mit Rückfallweichen ist der durch das Auffahren bedingte Verschleiß der Spurkränze der Fahrzeuge gering. Zur Schonung der Weichen sind die Rückholfedern mit einer Verzögerungseinrichtung ausgerüstet. Der Weichenstellbock ist in seiner Grundstellung durch ein Bockschloss, einen Verschlussbolzen o. ä. mechanisch verschlossen. Die Rückholfeder ist zwischen Stellbock und Weichenzunge angeordnet. Das Gehäuse der Rückholfeder wird über eine Anschlussgabel am Weichenstellbock und die Kolbenstange, je nach Ausführung, über ein Anschlussstück oder eine Angriffstange am Weichengestänge befestigt. Die Anordnungsfälle der Rückholfeder an verschiedenen Weichenbauformen sind auf den Bildern dargestellt. Einfacher Kreuzungspunkt mit Rückfallweichen Maße der Rückholfeder Ohne Maßstab/Prinzipskizze Ausgabe 08/10